Die Lust auf digitale Tools - Geld verdienen im Internet als Diversifikation

11.03.2021
Lesezeit ca. 10 min
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Diversifikation der eigenen Einkommensquellen erweist sich insbesondere in turbulenten Zeiten als gute Idee. Neben Mieteinnahmen von Renditeimmobilien, Zinserträgen aus Crowdinvestments, Dividendeneinnahmen und anderen Kapitalerträgen eignen sich natürlich auch digitale Tools als Einkommensquelle. Was man dafür benötigt, beschreiben wir in unserem heutigen Blogbeitrag, der auszugsweise im Geldmag Magazin erschienen ist.

Passives Einkommen im Internet?

Spätestens in den aktuellen turbulenten Zeiten dürften die meisten Menschen verstanden haben, dass mehrere Einkommensquellen eine gute Idee sind. Das Internet bietet hier interessante Möglichkeiten, wenn man bereit ist zu lernen und die Ärmel hochzukrempeln. Die meisten Einkommensquellen, die im Internet gerne als passiv beworben werden, setzen allerdings ein hohes Maß an vorangegangener Arbeit voraus. Auch die Wartung und Pflege der Produkte, seiner Webseite, der Kunden sowie der Verwaltungsaufwand können schnell große Ausmaße annehmen. Der Aufwand lässt sich reduzieren, indem man seine Infrastruktur geschickt und nachhaltig aufbaut. Den meisten Programmierern dürfte klar sein: Spaghetticode bricht nach relativ kurzer Zeit gerne mal zusammen und wird unwartbar. Bugs zu finden wird ein Ding der Unmöglichkeit. Gut strukturierter Code hingegen lässt sich upgraden, warten und erweitern - ohne Nervenzusammenbruch. Das gleiche gilt auch für die technische und verwalterische Infrastruktur. Chaos bereitet schlaflose Nächte, Struktur gibt Kontrolle.

Möglichkeiten im Internet mit der eigenen Webseite Geld zu verdienen

Mit einer guten Infrastruktur wird es angenehmer, mit der eigenen Webseite Geld zu verdienen. Es gibt hier einige Möglichkeiten:

  • Verkauf von digitalen Dienstleistungen und Tools
  • Verkauf von ebooks
  • Verkauf von Online Kursen
  • Affiliate Marketing
  • Werbeanzeigen auf dem eigenen Blog schalten

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, diese Einnahmequellen auf anderen Plattformen als der eigenen Webseite zu realisieren. Online Kurse und ebooks können über entsprechende Marktplätze verkauft werden, Affiliate Marketing kann auf den eigenen Social Media Kanälen (Twitter, Facebook, Instagram, Youtube etc.) betrieben werden. Digitale Dienstleistungen und Tools lassen sich auch für andere programmieren und über die entsprechenden App Stores verkaufen. Der Vorteil einer eigenen Webseite besteht darin, dass man sich seine eigenen Besucherquellen erschließen kann und die volle Kontrolle behält. Social Media Kanäle können auch schonmal schnell gesperrt werden und falls das die einzige Besucher- oder Kundenquelle war, dürfte das unangenehm werden. Diversifikation bezüglich einiger wichtiger Aspekte ist auch hier interessant.

Insbesondere folgende Themen benötigen viel Aufmerksamkeit, wenn man eine eigene Webseite betreiben möchte:

  • Marketing, wie z.B. Search engine optimization (SEO),
  • Pflege der Social Media Kanäle, also Networking,
  • wartbare technische Infrastruktur für das Frontend, das Backend sowie die Server,
  • das Design,
  • rechtliche Aspekte, wie z.B. Impressum, Datenschutz, AGBs
  • und natürlich Buchhaltung.

Diese Dinge lassen sich natürlich outsourcen und einkaufen, wenn man das möchte und das nötige Kleingeld hat, was sich sehr schnell aufsummieren kann. Oder man macht einiges selbst und behält die volle Kontrolle über die gesamte Infrastruktur. Wenn man es jedoch einmal geschafft hat, sich eine benutzbare technische Infrastruktur, eine gute Webseite und brauchbare Besucherzahlen aus diversifizierten Quellen aufzubauen, geht das Geldverdienen los.

Programming for Bunnies Comic
Investby.Immo

Digitale Tools als Einkommensquelle?

Digitale Dienstleistungen und Tools sind dann eine gute Möglichkeit, um im Internet Geld zu verdienen. Das Schöne daran ist, dass man keine physischen Produkte produzieren und verschicken muss. Zudem fällt die Beschäftigung mit wenig reizvollen Themen wie der deutschen Verpackungsverordnung völlig aus. Die Erstellung von digitalen Dienstleistungen und Tools ist natürlich Geschmackssache - für leidenschaftliche Programmierer ist es allerdings eine feine Sache. Bei Investby.Immo erweitern wir z.B. gerade unser Immobilienanzeigenangebot um einen Investmentanalyzer, der sowohl beim Berechnen und Analysieren, als auch beim Planen und Kontrollieren von Immobilieninvestments für übersichtliche Investments sorgen wird. Wir sind selbst Immobilieninvestoren und hatten keine Lust mehr, alles von Hand zu berechnen. Mit Investby.Immo bauen wir uns somit die Tools, die wir selbst benötigen. Dieser Ansatz dürfte in den unterschiedlichsten Nischen funktionieren, da man selbst sein bester Kunde ist und die Probleme und Bedürfnisse am besten kennt.

Digitale Tools bauen, aber womit?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Die gewählte Technik hängt von den eigenen Fähigkeiten sowie von der Ansprüchen des Tools ab. Handelt es sich um ein technisch recht einfaches Tool, kann bereits eine kleine Javascript Lösung auf einer schlichten HTML-Seite hinreichend sein. Es hängt tatsächlich vor allem von der gewählten unterliegenden Webseitentechnik ab. Idealerweise schätzt man dafür möglichst frühzeitig ab, wie flexibel und komplex die zukünftige Weiterentwicklung seiner Seite sein soll. So können schnelle Lösungen auch schnell an ihre Wartbarkeitsgrenze stoßen, wohingegen flexiblere, aufwändigere Webframeworks oftmals steilere Lernkurven mit sich bringen und somit mehr Einarbeitungszeit in Anspruch nehmen. Wenn man hier autodidaktisch vorgeht, ist natürlich eine hilfreiche Community mit einem guten und offenen Ökosystem in dem Framework seiner Wahl unerlässlich. Man kommt dann z.B. rechtzeitig mit modernen Best Practice Methoden in Kontakt, die einem auf lange Sicht das Leben erleichtern. In welcher Programmiersprache und Framework man hier ansetzt ist dann eher zweitrangig, so findet man mittlerweile viel Lernmaterial, Dokumentation und Diskussionen in allen großen Programmiersprachen und Webframeworks.

Eine Gefahr besteht allerdings dann, wenn man meint den neusten gehypten Techniken hinterher laufen zu müssen, insbesondere wenn deren Ökosysteme nur sehr schwach entwickelt sind. Das gilt dann auch insbesondere für den nächsten Punkt den ich hier ansprechen möchte. Worauf soll meine App denn laufen? In einer Serverless Umgebung, oder einfach nur auf einem VPS oder Dedicated Server oder sogar als Cluster? Wichtig hierbei ist vor allem sich klar zu machen welche Reichweite ich wann benötige und welche Techniken mit welchen oftmals versteckten Kosten daher kommen. So kann eine leicht skalierende Cloudlösung der großen Provider auch schnell versehentlich eine Firma in die Insolvenz treiben, vielleicht nur durch einen ungeschickten Konfigurations- oder Programmierfehler, oder durch eine nicht abwendbare DDOS Attacke. In jedem Fall sollte man sich nicht von den als einfach angepriesenen Lösungen täuschen lassen, einen Shortcut gibt es nicht - wie beim Vermögensaufbau eben auch.

Qualitätssicherung für digitale Tools?

Es macht nur dann Spaß ein digitales Tool selbst zu nutzen und zu verkaufen, wenn man die Qualität sicher stellt. Qualitätskriterien sollten auch immer im Kontext der Zielgruppe betrachtet werden mit dem Ziel Komplexität und Anwendbarkeit auf die Kundengruppe optimal abzustimmen. Zwar hängt das natürlich sehr individuell vom Produkt ab, allerdings gibt es grundsätzliche Überlegungen an denen man sich orientieren kann wie z.B.:

  • bessere Benutzerfreundlichkeit durch nützliche Hilfemessages, Dokumentation, Tutorials etc.,
  • sicherer Code, der auch seltene Fehlkonfigurationen seitens des Nutzers gut abfängt,
  • Code natürlich mit Versionskontrolle und definierten Deployment,
  • gut strukturierter, wartbarer Code, gerne in Frameworks,
  • test driven Development[1],
  • Backups in kurzen Zeitintervallen oder sogar mit redundanten Infrastrukturen,
  • hohe Datensicherheit durch Verschlüsselung, insbesondere bei sensitiven Benutzerdaten.

Welches Preismodell für digitale Tools?

Die eigene Arbeitszeit sowie die laufenden Kosten bilden die Basis, um den Preis für das digitale Tool sinnvoll zu berechnen. Zudem sollte ein sorgfältiger Blick auf das Marktumfeld geworfen werden, falls es bereits ähnliche Tools gibt. Ich denke, es ist eine gute Idee, wenn der Preis den tatsächlichen Wert des Produktes widerspiegelt. Wenn man selbst sein bester Kunde ist, kann man sich auch fragen, was man bereit ist für den Mehrwert, bzw. die Arbeitserleichterung durch das Tool zu zahlen.

Interessant bei diesen Überlegungen ist zudem, dass teurere Produkte oft als qualitativ hochwertiger empfunden werden[2]. Wissenschaftler sprechen hier von dem Marketingplacebo-Effekt. In einer Studie wurden Testern beispielsweise fünf verschiedene Weine mit Preisinformation verabreicht. Die Probanden lagen bei der Verkostung in einem fMRT Scanner, sodass ihre Gehirnaktivität gemessen werden konnte. Die teureren Weine wurden als geschmacklich besser eingestuft als die billigen Weine. Das Interessante an dieser Studie ist, dass es sich gar nicht um fünf verschiedene Weinsorten gehandelt hat, sondern nur um drei. Zwei der Weinsorten wurden mit unterschiedlichen Preisinformationen versehen und suggerierten dadurch lediglich mehr Qualität[3].

Da nicht jeder ein ausgebildeter Weinverkoster ist, hat man kaum eine Möglichkeit einen völlig überteuerten Wein zu erkennen. Man fällt hier lediglich auf den Marketingplacebo-Effekt herein. Bei digitalen Tools sieht die Sache anders aus. Spätestens bei der intensiven Nutzung des Tools wird schnell klar, ob man seiner eigenen Psychologie zum Opfer gefallen ist oder ob man tatsächlich ein hochwertiges Tool mit Mehrwert erstanden hat. Deswegen halte ich es gerade bei digitalen Tools für sinnvoll, den Preis dem Mehrwert entsprechend zu wählen um auch langfristig die Kunden zu behalten und glücklich zu machen.

Fazit

Digitale Tools können für leidenschaftliche Programmierer - oder solche, die es werden wollen - eine gute Möglichkeit darstellen, eine weitere Einkommensquelle zu erschließen. Man sollte meines Erachtens nach Spaß an der Sache mitbringen, da es einige Schritte zu bewältigen gibt, bis der Verkauf von digitalen Tools starten kann.

Dieser Artikel ist zum Thema Neue Einkommensquellen 2021 entstanden und wurde auszugsweise im Geldmag veröffentlicht. Die Blogparade dazu befindet sich bei themoneygirl. Welcher Weg es auch sein soll, um sich neue Einkommensquellen zu erschließen: jetzt ist der beste Zeitpunkt, um den ersten Schritt zu machen. Anfangen, iterieren und weitermachen ist der Weg zum Erfolg.

Empfehlenswerte Finanzblogs, die auch für das Geldmag geschrieben haben

Insgesamt haben 19 Finanzblogger über neue Einkommensquellen 2021 in der zweiten Geldmag Ausgabe geschrieben. Unter anderem sind folgende empfehlenswerte Finanzblogger dabei (Liste im Aufbau):

VG Wort Zählmarke

Quellen

  1. [test-driven development] Wikipedia, Test-driven development, Wikipedia, 2021
  2. [scientific economics Preispsychologie] Max Mittelstaedt, Die Preispsychologie mit Preis-Absatz-Funktion, Preis-Qualitätsfunktion, Preiswahrnehmung und Sonderangebot, Scientific Economics, 2020
  3. [Weinstudie Preisgestaltung] Benny Briesemeister, Alter Wein, neue Schläuche: Preise als Qualitätsmerkmal, discover-neuro.de, 2014
Verlinken Sie gerne unseren Artikel auf Ihrer Webseite oder Ihrem Blog! :-)

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