Mindsetoptimierung beim Vermögensaufbau

20.04.2021
Lesezeit ca. 12 min
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Einführung in die Mindsetoptimierung beim Vermögensaufbau. Wir stellen hier einige Anregungen vor, wie man auf dem Weg zur finanziellen Freiheit vorgehen kann. Am Anfang steht die Bestandsaufnahme sowie das Definieren von Zielen. Ein geeigneter Plan wird durch die Implementierung von Gewohnheit zum Selbstgänger. Iteration sorgt für effizientes Vorankommen und für leichter zu erreichende finanzielle Ziele optimieren wir noch den Ist-Zustand.
Money Mindset
Photo by Investby.Immo

Warum finanzielle Freiheit oder Vermögensaufbau?

Hinter dem Wunsch nach finanzieller Freiheit steckt häufig die Motivation das eigene Leben zu verbessern und ein sorgenfreieres Dasein zu führen. Da wir uns in einer recht kapitalistisch orientierten Gesellschaft befinden, kann Geld für Freiheiten sorgen. Ich denke, es ist daher eine gute Idee sich immer wieder klar zu machen, warum man den Weg zu mehr finanzieller Freiheit gehen möchte. Typische Gründe können sein:

  • Unabhängigkeit, z.B. vom wenig geliebten Job oder Chef
  • Freiheit: Dinge nicht machen zu müssen, die man nicht machen möchte
  • Status: das Gefühl, unangreifbar zu sein
  • Versorgung: die eigene Familie und/oder sich selbst mit allem zu versorgen, was man braucht

Finanzielle Freiheit kann Teil eines Lebenskonzeptes werden - bei jedem. Im Folgenden möchte ich Anregungen vorstellen, die sich natürlich vom Grundkonzept her auf so ziemlich jedes Ziel übertragen lassen, das man erreichen möchte. Wie immer ist der eigene Weg individuell - die eigenen Bedürfnisse bestimmen daher die Vorgehensweise.

Bestandsaufnahme der Finanzsituation

Man startet genau dort, wo man gerade steht - im Hier und Jetzt. Daher ist es eine gute Idee, sich bewusst zu machen, was man schon aufgebaut hat und was man eigentlich benötigt. Folgende Fragen können dabei behilflich sein:

  • Wie viele Einkommensquellen besitze ich?
  • Wie hoch ist mein monatlicher Cashflow?
  • Wie hoch sind meine Einnahmen und Ausgaben?
  • Wie ausgereift ist mein Finanzwissen?
  • Wie risikobereit bin ich?
  • Wie lang ist mein Anlagehorizont?
  • Wieviel Unternehmerlust habe ich?

Es geht hier somit um das genaue Analysieren des jetzigen Finanzstatus sowie der eigenen Einstellungen zum Investieren bzw. zum Unternehmertum. Es gibt hier kein richtig oder falsch, denn jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und andere Vorlieben. Die Ressource Zeit spielt natürlich auch eine wichtige Rolle: sie wird zum Aufbau von Einkommensquellen, zur Weiterbildung sowie zur Pflege der Finanzen benötigt.

Falls man die Fragen nicht beantworten kann, fehlen offenbar die geeigneten Messmethoden. Wenn man keine Ahnung hat, was man monatlich ausgibt, hilft ein Haushaltsbuch, in dem man die Ausgaben nach Kategorie aufschreibt. Klingt sehr nach oldschool, ist aber sehr wirkungsvoll. Kann man natürlich auch moderner mit einer App machen. Wichtig ist, dass man am Ende seine Zahlen kennt und eine Basis für die nächsten Entscheidungen zu haben. Fehlen diese Zahlen, kann man nur raten und ist im Blindflug.

Mit der Bestandsaufnahme bewertet man nicht, sondern schaut sich einfach an, wie der eigene Finanzstatus gerade aussieht. Wir definieren uns sozusagen einen Startpunkt für den Weg zur finanziellen Freiheit.

Ziele definieren

"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." - Seneca

Nachdem wir nun wissen wo wir stehen, ist es Zeit sich zu überlegen, wo wir hinwollen.

  • Supplementierung: Soll einfach nur ein zweites finanzielles Standbein aufgebaut werden?
  • Finanzielle Unabhängigkeit: Möchte man sich ein monatliches Budget setzen und innerhalb dieses Budgets vom passivem Einkommen leben?
  • Finanzielle Freiheit: Vollständig von passivem Einkommen leben ohne sich einschränken zu müssen?

In jedem Fall sollte definiert werden, wieviel Geld man für die eigenen Ziele benötigt. Das lässt sich leicht herausfinden, wenn man die Bestandsaufnahme im ersten Schritt durchgeführt hat. Zu diesem Zeitpunkt geht es noch darum, mit dem Ist-Zustand zu arbeiten, um nicht falsche Vorstellungen zu bekommen. Zur Optimierung des Ist-Zustandes komme ich später noch.

Plan erstellen

Wie kommt man nun vom Ist-Zustand zu seinen Zielen? Dafür benötigt man einen klaren Plan mit einzelnen Schritten. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, um passives oder aktives Einkommen aufzubauen. Renditeimmobilien sind zum Beispiel eine Möglichkeit. Bei der Planung und Kontrolle des eigenen Immobilienportfolios kann z.B. unser Investmentanalyzer helfen.

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Entscheidend sind die eigenen Bedürfnisse, wieviel Zeit man aufwenden kann oder möchte und wie hoch die eigene Lernbereitschaft ist. Gerade beim Aufbau von neuen Einkommensquellen ist Fokus ein entscheidender Faktor: wenn man sich mehrere Quellen überlegt hat, ist es interessant sich auf die effizientesten zu konzentrieren. Sprudeln diese dann, so kann man zur nächsten übergehen. So baut man sich mit der Zeit immer mehr diversifizierte Einkommensquellen auf.

Passives Einkommen

Auch wenn immer gerne von passivem Einkommen gesprochen wird: so ganz ohne Arbeit geht es nicht. Üblicherweise investiert man vorher seine Zeit, um zu recherchieren und sich eine Infrastruktur aufzubauen. Erst wenn die Infrastruktur steht und man sich mit dem Betrieb der Infrastruktur vertraut gemacht hat, wird das Einkommen einigermaßen passiv. Das bedeutet, dass man auch dann Geld verdienen kann, wenn man gerade nicht seine Zeit investiert. Man tauscht also nicht mehr Zeit gegen Geld, so wie es bei einem aktiven Arbeitsverhältnis der Fall ist, sondern man hat ein System erschaffen, dass Geld generiert. Ein Beispiel dafür ist die eigene Webseite: die technische Realisierung erfordert Zeit und Geld. Auch das Schreiben von gutem Content und das Kickstarten des Traffics erfordert Mühe. Aber wenn dieses System einmal steht und man wichtige Dinge wie die strategische Platzierung von Werbung oder sogar ein eigenes digitales Tool erstellt hat, kann die Webseite auch dann Einnahmen generieren, wenn man gerade im Wald joggen geht.

Gewohnheiten implementieren

“Habit is either the best of servants or the worst of masters.” - Nathaniel Emmons

Gewohnheiten sorgen dafür, dass man die gleiche Tätigkeit immer und immer wieder macht. Erstaunlicherweise erntet man damit die logische Konsequenz seines Tuns. Jeden Tag Fertigpizza essen und gewohnheitsmäßig auf der Couch rumliegen? Irgendwann ist man übergewichtig und krank, wie konnte das nur passieren? Jeden Tag Sport machen und sich gesund ernähren? Merkwürdigerweise bekommt man damit ein angenehm fittes und gesundes Leben - so ein Glück! Bevor man also eine Tätigkeit zur Gewohnheit werden lässt, sollte man sich fragen, ob die logische Konsequenz daraus ein Ergebnis ist, das man haben möchte. Nathaniel Emmons hat das mit dem obigen Zitat wunderbar zusammengefasst.

Nachdem ein konkreter Plan erstellt wurde, geht es nun an die Umsetzung. Das menschliche Gehirn ist so aufgestellt, dass die Ausführung von Gewohnheiten wenig Energie verbraucht. Es ist daher eine gute Idee, auch hier sehr bewusst vorzugehen, wie die Schritte vom Plan ausgeführt werden sollen. Sich regelmäßig ein bestimmtes Zeitfenster zu reservieren, um an seinen Zielen zu arbeiten sorgt für stetes Wachstum. Wenn man das täglich macht, wird es nach ca. 3 Wochen schwieriger der Gewohnheit nicht nachzugehen, als sie einfach auszuführen. Da aber das Aufsetzen von neuen Routinen recht viel Energie kostet, sollte man Schritt für Schritt vorgehen: also erst eine neue Routine implementieren und erst wenn die läuft, sich die nächste vornehmen. Sonst überfordert man sich und hört einfach wieder auf.

Durchhaltevermögen

"Winners never quit and Quitters never win" - Vince Lombardi, bzw. Napoleon Hill

Auch Durchhaltevermögen ist meines Erachtens nach essentiell und sollte gewohnheitsmäßig zur Grundeinstellung gehören. Auf jedem Weg gibt es Hindernisse und jeder noch so gut ausgedachte Plan wird beim Realitätstest Lücken zeigen. Aber wie immer gilt: wer aufgibt, wird sein Ziel nie erreichen. Wer weitermacht und aus Hindernissen Chancen macht, wird ankommen. Und wie setzt man einen großen Plan um? Schritt für Schritt. Der Trick ist, sich immer auf den aktuellen Schritt zu konzentrieren und diesen gewissenhaft auszuführen.

Ob oder wie?

Die Frage nach dem Ob ist ziemlich destruktiv. Das Gehirn denkt sich bei dieser Frage alle möglichen und unmöglichen Szenarien aus. Am Ende steht man energielos und völlig verängstigt vor seinem Vorhaben und fängt es oft gar nicht an. Das muss nicht sein. Eine der wichtigsten Gewohnheiten, die man bei der Verbesserung seiner Lebensqualität haben kann, ist sich immer die Frage nach dem Wie zu stellen. Schon läuft das Gehirn los und präsentiert kreative, mögliche und unmögliche Lösungsvorschläge. Sinnvoll genutzte Energie, die Motivation für das eigene Vorhaben gibt.

Negative Glaubenssätze eliminieren

Eine weitere wichtige Gewohnheit ist das sofortige Überschreiben negativer Glaubenssätze mit positiven Glaubenssätzen, sobald diese auftauchen. Die schönsten Pläne und Ziele können sonst nur gegen großen inneren Widerstand in die Realität übersetzt werden. Positive Glaubenssätze hingegen wirken wie ein Turbolader, der den Weg in die Freiheit beschleunigt.

Iteration

Iteration bedeutet die Nutzung einer Feedbackschleife:

  • ein Ziel definieren
  • einen Schritt in die Richtung des Ziels ausführen
  • das Ergebnis von diesem Schritt analysieren: habe ich das gewünschte Ergebnis erreicht? Oder muss ich nachbessern?
  • wenn man nachbessern muss: hat mich die nachgebesserte Version nun zu dem gewünschten Ergebnis gebracht? Wenn nein: wieder nachbessern, ansonsten den nächsten Schritt gehen.

Das ist Iteration. Leider wird uns bereits in der Schule dieser völlig natürliche Umgang mit dem Erreichen von Zielen erfolgreich ausgetrieben. Hier wird das Gegenteil unterrichtet: man bekommt einen Versuch (die Klassenarbeit) und wenn man es vergeigt, muss man halt damit leben und wird als schlecht eingestuft. Ich halte diese Vorgehensweise für ziemlich giftig, da sie jegliches Wachstum unterbindet. Als Erwachsener hat man nun die Möglichkeit, diese Fehlprogrammierung zu überschreiben, um wieder wichtige Lebenskomponenten wie Spaß am Ausprobieren, Neugierde und eigenständige Weiterentwicklung zu entdecken.

Für den Weg zur finanziellen Freiheit oder einfach beim Aufbau weiterer Einkommensquellen ist Iteration meines Erachtens nach unerlässlich. Nicht alles wird gleich beim ersten Mal funktionieren. Beim Investieren an den Finanzmärkten gibt es Rücksetzer. Beim Aufbau der eigenen Webseite können Schwierigkeiten auftreten, von denen man vorher überhaupt keine Ahnung hatte. Beim Reselling von Produkten kann man daneben liegen und hat man Ende einen Haufen Ladenhüter. Wichtig ist, dass man immer weitermacht und die Feedbackschleife nutzt. Was ist schief gegangen? Warum ist es schief gegangen? Was kann ich anders machen, damit das nächstes Mal nicht passiert?

Optimierung des Ist-Zustandes: Minimalismus bzw. Frugalismus

Die Bestandsaufnahme der eigenen Finanzsituation hat sicherlich Optimierungsbedarf enthüllt. Auch wenn man denkt, man hat wenig Ausgaben, lässt sich üblicherweise noch richtig viel optimieren. Es hängt vor allem an der eigenen Lebenseinstellung und am Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge. Das Leben wird tatsächlich einfacher, leichter und angenehmer, wenn man unnötiges aus seinem Leben entfernt. Damit meine ich:

  • unnützen und ungeliebten Krempel
  • unangenehme Menschen
  • Tätigkeiten, die jegliche Energie rauben

Die neuen Buzzwörter dafür sind Minimalismus und Frugalismus. Es handelt sich hierbei aber um Konzepte, die immer wieder im letzten Jahrhundert aufgetaucht sind (z.B. 70er Jahre Capsule Wardrobe, Jahrhundertwende Arts and Crafts Bewegung mit der Kritik an der Massenproduktion). Wie man es auch nennen mag, es geht um den Fokus auf das Wesentliche, auf das, was einem selbst wichtig ist. Dafür muss man seine eigenen Bedürfnisse kennen und sich selbst besser kennen lernen. Das kann ja auch eine recht nette Begegnung sein.

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